Ursachen für Blei im Trinkwasser

Blei im Trinkwasser aus Wasserhahn

Die Hauptursache für Blei im Trinkwasser sind die Wasserleitungen aus Blei. Bleileitungen werden vor Korrosion geschützt, indem sie mit einer dichten Deckschicht aus basischen Bleicarbonaten versehen werden. Daher sind solche Leitungen lange haltbar, jedoch setzt sich trotzdem eine Menge Blei darin ab. Dieses Blei kann letzten Endes in das Trinkwasser gelangen, vor allem, wenn die Leitungen schon älter sind. In Süddeutschland war man sich über das gesundheitliche Risiko, das die regelmäßige Aufnahme von Blei zur Folge hat, schon früh bewusst.

 

Ursachen für Blei im Trinkwasser

Blei im Trinkwasser aus Wasserhahn

Die Hauptursache für Blei im Trinkwasser sind die Wasserleitungen aus Blei. Bleileitungen werden vor Korrosion geschützt, indem sie mit einer dichten Deckschicht aus basischen Bleicarbonaten versehen werden. Daher sind solche Leitungen lange haltbar, jedoch setzt sich trotzdem eine Menge Blei darin ab. Dieses Blei kann letzten Endes in das Trinkwasser gelangen, vor allem, wenn die Leitungen schon älter sind. In Süddeutschland war man sich über das gesundheitliche Risiko, das die regelmäßige Aufnahme von Blei zur Folge hat, schon früh bewusst.

 

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Auf einen Blick!

✔ Blei im Trinkwasser befindet sich in manchen Häusern, die vor 1973 gebaut wurden, da diese Wasserleitungen aus Blei enthalten

✔ für Säuglinge und Kleinkinder sollte kein Leitungswasser für die Nahrung benutzt werden, wenn Blei im Wasser nachgewiesen wird (über dem Grenzwert von Blei im Trinkwasser)

✔ Rohrleitungen aus Blei sollten ausgetauscht werden

Blei im Trinkwasser schädigt Kinder

Mitte der 80er Jahre wurde für Säuglinge und Kleinkinder ein zulässiger Blutbleiwert von 300 µg/Liter festgelegt, der nicht überschritten werden darf, damit kein Krankheitsrisiko durch das Blei im Trinkwasser entsteht. Später wurde dieser auf 100 µg/Liter gesenkt, denn Wissenschaftler entdeckten, dass auch geringe Mengen Blei auf Dauer zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder führen. Inzwischen ist der zulässige Wert auf 1 µg/Liter abgesenkt worden, woraus sich ergibt, dass Säuglinge und Kleinkinder am besten gar kein Leitungswasser mehr zu Trinken bekommen sollten, sofern Bleirohre vorhanden sind.

 

Blei im Trinkwasser – Erste Maßnahmen

Häuser, die vor 1973 erbaut wurden, können im Norden, Osten und Westen Deutschlands noch Leitungen aus Blei und somit Blei im Trinkwasser enthalten. Wird dies bekannt, sollten diese Leitungen so bald wie möglich ausgetauscht werden, außerdem sollte man bis zum Austausch auf das Verwenden des Trinkwassers verzichten. Das gilt vor allem für Kinder. Erwachsene sollten das Wasser vor dem Nutzen etwas ablaufen lassen, da sich vor allem nach einigen Stunden des Stillstands des Wassers der Bleigehalt im Trinkwasser konzentriert [1].

Blei im Trinkwasser erkennen

Um zu erkennen, ob sich Blei im Trinkwasser befindet, kann man einen Wassertest durchführen lassen. Vorab kann man selbst herausfinden, ob es sich im Haus um Leitungen aus Blei handelt, indem man die Rohre an einer freiliegenden Stelle begutachtet. Die Leitungen aus Blei sind silber-grau und meist in geschwungenen Linien verlegt. Die Rohrleitungen sind ineinandergesteckt und an dieser Stelle etwas geweitet. Mit einem spitzen Gegenstand kann man Blei leicht anritzen, im Gegensatz zu anderen Materialien. Findet man kein freiliegendes Rohr, kann auch der Hauseigentümer befragt werden, ob sich Blei im Trinkwasser befinden kann.

Referenz:
[1] Umweltbundesamt: Tipps zu Blei im Trinkwasser