Bleirohre

Bleirohre wurden im Trinkwasserbereich im norddeutschen Raum bis in die 70iger Jahre in der HausinstallationBleirohre verbaut. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass Blei aufgrund der geringen Löslichkeit insbesondere in hartem Wasser nur in nicht relevanten Mengen ins Trinkwasser gelangt. In den Bleileitungen bilden sich Schichten von Bleicarbonat, die das darunterliegende Metall von dem Wasser abschirmen können.

Diese sind zwar schwerlöslich, trotzdem gelangt etwas Blei ins Trinkwasser, besonders bei längerem Stehen (Stagnation) kann die Konzentration an gelöstem Blei stark ansteigen. Schon ein verbliebener Rest von 5 m Bleirohren kann, nach einer Experteneinschätzung, dazu führen, dass der aktuell gültige Grenzwert von 0,01 mg/l überschritten wird. Es bleibt demnach nicht mehr viel Zeit, bis die letzten Bleirohre entfernt werden müssen.

 

Bleirohre

Bleirohre wurden im Trinkwasserbereich im norddeutschen Raum bis in die 70iger Jahre in der HausinstallationBleirohre verbaut. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass Blei aufgrund der geringen Löslichkeit insbesondere in hartem Wasser nur in nicht relevanten Mengen ins Trinkwasser gelangt. In den Bleileitungen bilden sich Schichten von Bleicarbonat, die das darunterliegende Metall von dem Wasser abschirmen können.

Diese sind zwar schwerlöslich, trotzdem gelangt etwas Blei ins Trinkwasser, besonders bei längerem Stehen (Stagnation) kann die Konzentration an gelöstem Blei stark ansteigen. Schon ein verbliebener Rest von 5 m Bleirohren kann, nach einer Experteneinschätzung, dazu führen, dass der aktuell gültige Grenzwert von 0,01 mg/l überschritten wird. Es bleibt demnach nicht mehr viel Zeit, bis die letzten Bleirohre entfernt werden müssen.

 

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Bleirohre im Haus

Während im norddeutschen Bereich noch sehr lange Bleirohre im Haus verwendet wurden, sieht das in Süddeutschland anders aus. Schon 1878 gab es einen Erlass in Württemberg, der die Verwendung von Blei im Trinkwasserbereich verbot. Das Gefährdungspotenzial war schon damals bekannt, man kam aber bei der Nutzen-Risiko-Abwägung in Süddeutschland zu einem anderen Ergebnis. Zumal in Norddeutschland auch eher hartes Wasser vorherrscht, während in Süddeutschland gehäuft weiches und damit stärker bleilösendes Wasser vorkommt. Die Risikobeurteilung für die Beeinträchtigung der Gesundheit durch Bleirohre ist heute eine andere als früher. Dies ist ein Resultat der Erkenntnis, dass schon sehr kleine Bleimengen schädigend auf das zentrale Nervensystem wirken und dem Nachweis, dass sich keine ausreichend wirksamen Schutzschichten in Bleirohren ausbilden.

Bleirohre müssen zwingend aus dem Haus verbannt werden. Das wird auch in anderen europäischen Ländern umgesetzt. Beispielsweise sind alle Hausanschlussleitungen bis 2007 von der Abteilung Wiener Wasser ausgetauscht worden [1]. Die Hausinstallation liegt aber im Verantwortungsbereich des Hauseigentümers. Insbesondere in Häusern der Gründerzeit (bis 1938) wurden Bleileitungen verbaut. Während die Steigstränge oftmals erneuert wurden, sind die Bleileitungen in den Wohnungen zum Teil bis heute verblieben.

 

Bleirohre beeinträchtigen Gesundheit

Es gilt also folgende Empfehlung: Es sollte kein Stagnationswasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet und gegebenenfalls eine Untersuchung des Wassers vorgenommen werden. In dem Fall, dass es zu Grenzwertüberschreitungen kommt, ist der Hauseigentümer verpflichtet, die Hausinstallation sanieren zu lassen. Die Gesundheit kann durch Bleirohre im Haus stark beeinträchtigt werden. Überprüfen Sie daher, ob bei Ihnen eine mögliche Bleibelastung im Trinkwasser durch Bleirohre besteht.

 

Bleileitungen

Bleileitungen und Rohre galten lange Zeit in Deutschland als optimal im Trinkwasser-Sektor. Die positive Einschätzung von damals wurde widerlegt. Der Grenzwert für Blei wird zunehmend gesenkt. Bleileitungen sollen nach und nach verschwinden. Regional gibt es große Unterschiede in Deutschland im Vorkommen von Bleileitungen.

➤ Mehr Infos zu: Bleileitungen – Hier klicken!

 

Wasserleitung aus Kupfer

Der Wissensstand um das Risiko von Blei hat zur Verbannung von Blei aus dem Trinkwasserbereich geführt. Das am meisten verwendete Rohrleitungsmaterial Kupfer besitzt im Blick auf die Anforderungen ans Trinkwasser bessere Eigenschaften. Doch auch Kupfer sollte nicht überall eingesetzt werden.

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Referenz

[1] Abteilung Wiener Wasser: Austausch der Bleirohre (2007)